Sie befinden sich mit Ihrem Fahrzeug in einer fremden Stadt und fahren mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit innerorts von 50 km/h. Plötzlich tritt ein Polizeibeamter auf die Fahrbahn und fordert Sie durch Handzeichen zum Anhalten auf. Ihnen wird ein Geschwindigkeitsverstoß in einer 30-km/h-Zone vorgeworfen. Der Beamte verweist auf das angeblich eindeutige Messergebnis eines Lasermessgerätes und fordert die sofortige Zahlung eines Verwarnungsgeldes.
In einer solchen Situation kommt es darauf an, besonnen zu reagieren. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und geben Sie insbesondere keine vorschnellen Erklärungen zur Sache ab.
Das Ordnungswidrigkeitenrecht wird durch eine umfangreiche obergerichtliche Rechtsprechung geprägt. Zudem gilt der Grundsatz „Im Zweifel für den Betroffenen“. Eine Ahndung darf nur erfolgen, wenn die vorgeworfene Tat rechtssicher nachgewiesen werden kann.
Darüber hinaus ist das Verfahren stark formalisiert. Behörden und Gerichte müssen zahlreiche Verfahrensvorschriften beachten. Fehler bei Messungen, Zustellungen oder Fristen kommen in der Praxis häufiger vor, als viele Betroffene vermuten.
Frühzeitiger anwaltlicher Rat hilft, Ihre Rechte zu sichern und die Erfolgsaussichten einer Verteidigung realistisch einzuschätzen.
Wir beraten Sie insbesondere darüber,
Eine qualifizierte anwaltliche Beratung verursacht Kosten. Demgegenüber können Fehlentscheidungen erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen, insbesondere wenn die Fahrerlaubnis beruflich benötigt wird.
Eine Rechtsschutzversicherung mit dem Baustein Verkehrsrecht deckt regelmäßig die Kosten einer anwaltlichen Vertretung ab. Gerade im Verkehrsrecht macht sich ein entsprechender Versicherungsschutz häufig bezahlt.
Versicherungsschutz besteht oftmals nicht nur für den Versicherungsnehmer selbst, sondern auch für berechtigte Fahrzeugführer im Rahmen des Fahrzeug-Rechtsschutzes.